Samstag, 22. März 2014

Neue Pinsel braucht das Land: Rouge Bunny Rouge



Meine Make-up Sammlung ist mittlerweile schon fast auch ein Normalmaß geschrumpft. Lediglich bei einer Produktkategorie könnte man immer noch meinen, dass ich stark ausgeprägte Messi-Züge besitze und das sind Pinsel. Umso mehr habe ich mich gefreut, als vor etwa einem Jahr die beiden Pinsel von Rouge Bunny Rouge den Weg zu mir fanden. Dabei handelt es sich um den Blender 016 und den Highlighter 014 Pinsel, die ich kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt bekommen habe und euch heute genauer vorstellen möchte. 

Rouge Bunny Rouge hat mittlerweile 16 Pinsel im Sortiment, die zwischen 10€ und 50€ kosten und alle in edlem und schlichtem Schwarz gehalten sind. Der Blenderpinsel ist für 27€ erhältlich, der Highlighterpinsel für 30€. Beide Pinsel liegen sehr gut in der Hand, allerdings könnte der Stil des Blenderpinsels für meinen Geschmack ruhig etwas schmaler sein, um ihn noch komfortabler halten zu können. Die komplett schwarze Optik finde ich sehr ansprechend und das Design wirkt dadurch sehr zurückhaltend, zeitlos und wertig. Dass die Griffe aus Holz und nicht aus Plastik sind, lässt die Pinsel insgesamt ebenfalls hochwertig wirken. Die Pinselköpfe der beiden vorgestellten Pinsel bestehen aus Synthetikfasern, in der Kollektion gibt es aber auch Pinsel mit Naturhaar. 



Rouge Bunny Rouge sagt Folgendes über den Highlighterpinsel:
"Diesen Pinsel haben wir speziell zum Auftragen von Puder-Rouge und flüssigen Emulsionen entwickelt. Mit unserem Highlighterpinsel 014 können Sie den Illuminierenden Puder und alle flüssigen Texturen, einschließlich unsere Foundations, absolut ebenmäßig großflächig auftragen. Auch eine partielle Applikation von Concealern oder CC Cremes ist damit mühelos möglich. Die dichte, ovale Form des Pinsels im Zusammenspiel mit den synthetischen Härchen in mittlerer Stärke ermöglicht den exzellenten, gleichmäßigen und sanften Farbauftrag."
Für den Auftrag von Rouge finde ich den Pinsel aufgrund seiner schmalen Form absolut nicht geeignet, außer ihr wollt einen schmalen Farbstreifen im Gesicht haben. Den restlichen Beschreibungen kann ich mich aber nur anschließen. Da die Fasern sehr dicht gebunden sind, kann man mit dem Pinsel sehr präzise arbeiten und das Produkt landet genau an der Stelle, an der man es haben möchte. Aus diesem Grund nutze ich den Pinsel zum Auftrag von cremigen Konturprodukten wie dem Cream Pigment Hollow von Illamasaqua oder dem Tom Ford Shade & Illuminate besonders gerne. Der Pinsel ist für pudrige als auch für cremige Texturen aufgrund seiner synthetischen Haare gleichermaßen geeignet. Zum Auftrag von Concealer ist der Pinsel mir persönlich zu groß, aber ich war wirklich überrascht, wie gleichmäßig und zügig damit der Auftrag von Foundations gelingt. Die Pinselhaare fühlen sich dabei übrigens seidig weich an, so dass der Auftrag ein wahrer Genuss ist. Der Pinsel ist auf jeden Fall ein kleines Multi-Talent und aus diesem Grund sicherlich empfehlenswert!


Über den Blenderpinsel findet man von Rouge Bunny Rouge folgende Aussage:
"Der RBR Blenderpinsel 016 ist die perfekte Wahl, um verschiedene Lidschattenfarben ineinander zu schattieren. Dank des abgerundeten Pinselkopfes können Sie unterschiedliche Nuancen ganz einfach, schnell und gleichmäßig ineinander blenden. Die feinen synthetischen Pinselhärchen fühlen sich wunderbar weich an und sorgen für ein angenehmes Auftragen von pudrigen, cremigen und losen Lidschatten. Sie können den Blenderpinsel 016 auch zum abschattieren von Kajalstiften verwenden, um einen natürlicheren Look oder einen rauchigen Effekt zu erzielen. Der lange der Hand angepasste Holzgriff erleichtert Ihnen das kontrollierte Auftragen von Lidschatten."
Der Kopf des Blenderpinsels ist für meinen Geschmack ein wenig zu groß geraten, um Lidschatten tatsächlich an einer bestimmten Stelle des Auges verblenden zu können. Am unteren Augenlid fällt mit das besonders auf, da der Pinselkopf hier nicht nur an den Rand des Augenlides reicht, sondern auch die gesamte Stelle berührt, auf der ich Concealer auftrage, und bis dorthin möchte ich eigentlich nicht meinen Lidschatten verblenden. Auch zum Auftrag von Lidschatten würde ich nicht zu diesem Pinsel greifen. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ich dafür flache Pinsel bevorzuge und daran gewohnt bin, aber die abgerundete Form der Pinselhaare und die Größe des Kopfes spielen dabei auch eine gewisse Rolle. Zustimmen kann ich der Aussage, dass auch hier die Pinselhaare sehr weich sind. Aufgrund der sehr dichten Bindung sind sie dennoch widerstandsfähig genug, um Lidschatten oder Kajalstifte verblenden zu können. Ich finde, dass der Pinsel aufgrund seiner Größe besonders dafür geeignet ist, die äußeren Ränder des Lidschattens sanft mit dem eigenen Hautton zu verblenden. Mit dem Pinsel erreicht man dabei auch ein sehr natürliches Ergebnis. Für präzisere Arbeiten und zum Verblenden von Kajal verlasse ich mich aber auf schmalere Pinsel, so dass ich hier nur eine eingeschränkte Empfehlung aussprechen kann.


So viel zu den beiden Pinsel von Rouge Bunny Rouge. In naher Zukunft möchte ich noch weitere Pinsel aus dem High-End-Bereich ausprobieren, um sie euch hier vorstellen zu können. Dabei werde ich mich erst mal auf Hakuhodo und Suqqu konzentrieren. Ihr könnt also gespannt sein!

Liebe Grüße,

Montag, 17. März 2014

Würde ich eine eigene Frühlingskollektion kreieren…


… sie hieße “Nectar & Nudes” und wäre von Bobbi Brown. Ihr habt sicher gemerkt, dass ich Make-up Kollektionen nicht mehr hinterherrenne und mich kaum noch dafür interessiere. Irgendwie ist das alles schon einmal da gewesen, und alles, was mich interessiert, ist sowieso schon in irgendeiner Form in meinem Schminkkästchen vorhanden. Wozu also mehr horten?
Doch dann flatterte die Pressemitteilung von Bobbi Brown in unser Postfach, ich klickte, sah, und verliebte mich. Eine absolute Traumkollektion, die praktisch meinen Namen trug! Nudetöne? Peachy-Pinks? Muss ich mehr sagen? Das erste Mal seit sehr langer Zeit war ich Feuer und Flamme und bin ehrlich gesagt vor Freude ein bisschen händeklatschend auf- und abgehüpft, als ich ein Päckchen mit ein paar Produkten der Kollektion bekam. Ja, manchmal sind auch erwachsene Frauen so einfach glücklich zu machen!

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Enthalten waren die meiner Meinung nach allerschönsten Stücke der Kollektion. Das Creamblush ist wunderschön, aber ich nehme immer mehr Abstand von Creamblushes, da ich bei meiner Sammlung Puderprodukte bevorzuge. Hier muss ich nämlich keine Angst haben, dass sie mir wegen Vernachlässigung in allzu naher Zukunft schlecht werden. Der Shimmerbrick ist zwar ein Puderprodukt, allerdings habe ich gerade einige Highlighter im Test und die Shimmerbricks sind oft schon sehr, sehr schimmernd. Ich mag es subtiler, auch wenn die Farbe unheimlich schön ist. Die Nagellacke sehen als Ergänzung in der Kollektion zwar wunderbar stimmig aus, sind meines Erachtens nicht allzu spektakulär und einzigartig. Deswegen beschränkte ich mich auf die Lidschattenpalette und die Lipglosse. Ja, ich und Lipglosse. Ich hatte plötzlich wieder richtig Lust auf Lipgloss. Das muss der Frühling sein!

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Besonders gespannt war ich auf die Lidschattenpalette (ca. 55€). Ich wollte schon lange eine Palette, die alle Farben enthält, die ich für einen kompletten Look brauche – vom matten, hautfarbenen Ton bis zu einer eyelinertauglichen, dunklen Farbe. Und noch (!) sträube ich mich gegen den Nakedhype! In der Nectar & Nude Palette ist alles enthalten, was mein Herz begehrt!

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Ganz links findet man mit “Pale Cream” einen matten, cremefarbenen Ton, wie ich ihn täglich für die Innenseite meiner Augenwinkel und als Alltagshighlight unter den Augenbrauen brauche. Der Ton ist gut pigmentiert und lässt sich gut verblenden, könnte für meinen Geschmack aber noch einen Tick heller sein – das ist allerdings wirklich Meckern auf hohem Niveau, ich bin nun mal heller als die Durchschnittsfrau, für welche dieser Ton perfekt sein dürfte.
Daneben ist mein Lieblingston innerhalb der Palette: “Soft Buff”, ein ebenfalls matter, mittlerer Braunton mit rosigem Unterton, der perfekt mit meinem kühlen Hautunterton harmoniert und in der Lidfalte aufgetragen super zu den von mir auf dem beweglichen Lid bevorzugten leicht apricot- oder roséstichigen Farben passt. Wer im Gegensatz zu mir nicht auf sehr hellen Lidschatten auf dem beweglichen Lid besteht oder einen dunkleren Hautton hat als ich, wird ihn aufgrund der zarten, schmeichelnden Farbe auch gut auf dem beweglichen Lid nutzen können. Er ist gut pigmentiert und lässt sich spielend leicht verblenden.
Der dritte Ton in der Palette ist “Golden Bronze”, der einzige Metallic Lidschatten in der Palette. Auch dieser Ton hat eine angenehme Textur, lässt sich leicht entnehmen und verblenden und ist gut pigmentiert. Die nicht zu warme, neutral altgoldene Farbe passt gut zu meiner warmen Augen- und meiner kühlen Hautfarbe und lässt sich mit unzähligen Farben kombinieren. Allerdings ist sie auch ganz groß in Sachen Fallout – ich habe nach dem Benutzen immer Glitzer im ganzen Gesicht. Dem konnte ich auch leider nicht durch verschiedene Auftragetechniken (z.B. vorsichtiges Auftupfen) begegnen. Das ist zwar schade, hat mich im Praxistest allerdings nicht davon abgehalten, ihn immer und immer wieder zu benutzen. Da muss wohl jeder selbst entscheiden, ob es das wert ist.

CIMG6339Unten bei den Lipglossswatches ein Gesamteindruck

Der vierte Ton, “Pink Bellini”, ein “Sparkle Eyeshadow” war auf den ersten Blick mein Liebling, stellte sich dann jedoch als mein größtes Sorgenkind heraus: der wunderschöne, sanft peach-roséfarbene Glitzerlidschatten, im Pfännchen so unheimlich schön anzusehen, weigert sich nämlich vehement, sich auf dem Auge zu zeigen. Das könnt ihr auch sehr gut an den unten folgenden Swatches sehen: drei Mal habe ich mit dem Finger schwungvoll im Pfännchen gerührt, aber nur ein paar vereinzelte Glitzerpartikel schafften es auf meinen Unterarm. Nur mit hautfarbener Basis, einer Menge Produkt und noch mehr Geduld bekommt man einen Farbhauch aufs Lid – und reichlich Glitzer ins ganze Gesicht. Hier bin ich wirklich etwas traurig, und werde “Sparkle Lidschatten” wohl in Zukunft meiden. Wieder was gelernt.
Der vorletzte, fünfte, Ton ist “Earth”, ein matter, universal einsetzbarer, mittlerer, leicht “dreckig-oliv” angehauchter Braunton, den ich gerne in der Lidfalte verwende. Der Ton geht immer und sieht vor allem mit “Golden Bronze” auf dem beweglichen Lid wirklich super aus! Für die Kombination habe ich den letzten Wochen verstärkt Komplimente bekommen. Dazu ist er wie die anderen matten Töne gut pigmentiert, leicht aufzutragen und gut zu verblenden.
Ganz rechts finden wir mit “Rich Caviar” den letzten Ton der Palette, ein mattes, sattes, kaltes Schwarz-Braun, welches sich ausnahmslos mit allen Farben der Palette problemlos kombinieren lässt. Ob als stark definierte Lidfarbe für dunkle, rauchige Looks, zum leichten Abschattieren im Außenwinkel oder als Liner am oberen und am unteren Wimpernrand – der Ton passt zu allem! Leider muss man hier äußerst vorsichtig sein, da der Ton etwas krümmelt.

CIMG6343Pale Cream (kaum zu sehen, da fast hautfarben) - Soft Buff, Golden Bronze - das Sorgenkind Pink Bellini – Earth - Rich Caviar

Insgesamt bin ich mit der Palette zufrieden und komme gut mit ihr zurecht. Ich habe sie die letzten Wochen ausschließlich genutzt und es wurde nicht ein einziges Mal langweilig. Meine Lieblingskombinationen sind “Pink Bellini” und “”Soft Buff” – wenn ich viel Geduld mitbringe – und “Golden Bronze” mit “Earth”. Beide Looks paare ich mit “Pale Cream” im Innenwinkel und unter der Augenbraue und “Rich Caviar”, am liebsten als rauchigem Lidstrich aufgetragen. Wenn es mal am Abend intensiver sein sollte, habe ich dem Look einfach mit “Rich Cavier” rauchig intensiviert und zum “Black Chocolate” Kajal aus der Bobbi Brown Winterkollektion gegriffen, für ein schnelle und einfache Transformation vom Tages- zum Nachtlook.
”Golden Bronze” und “Rich Caviar” haben mit dem Fallout-Problem zwar ihre kleine Schwächen, das hat mich persönlich allerdings nicht davon abgehalten, sie ständig zu benutzen. Für mich überwiegen hier die Vorteile, auch wenn die Textur hier nicht 100%ig optimal ist. Traurig bin ich über die Textur von “Pink Bellini” – diesen Lidschatten würde ich gerne in verbesserter Rezeptur wiedersehen! Der kleine Spiegel und der überraschend taugliche Pinsel machen die Palette zu einem guten Reisebegleiter.

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Im Rahmen der Kollektion erschienen sind auch drei Lipglosse (je ca. 24,50€). Zwei davon, “Nectar” und “Nude Pink” sind reguläre Lipglosse, der dritte im Bunde, “Bare Peach” ist dagegen ein High Shimmer Lipgloss. Und der Name ist hier Programm. Der nude-peachige Grundton des Glosses ist durchzogen mit wahnsinnig viel silbernen und goldenen Schimmerpartikeln. Im Sonnenlicht schimmert das sicher sehr schön und ich drehe auch immer wieder begeistert das Tübchen im Licht. Allerdings ist auffälliger Glitzer nicht ganz so mein Fall und ich spüre die Partikel auch leider auf den Lippen. Dazu kommt ein etwas minziger Duft und eine kühlende Wirkung. Ich weiß, dass viele diesen Effekt lieben, aber mich gruselt es da leider ganz arg – ich ertrage solche Lippenprodukte schlicht nicht auf den Lippen. Fans dieser Art Lippenprodukte kommen hier aber voll auf ihre Kosten!

CIMG6309Nude Pink – Nectar - Bare Peach

Völlig begeistert bin ich allerdings von den zwei regulären Glossen. Einen Favorit unter den beiden Tönen könnte ich jedoch beim besten Willen nicht ausmachen – ich verteile meine Lipglossliebe gleichmäßig unter den beiden, diskriminiere nicht, sondern trage beide in meiner Handtasche spazieren. “Nectar” ist ein korallstichiges Pink, ohne Schimmer oder Glitzer mit Jellyfinish. Er lässt die Lippenfarbe durchscheinen, färbt dabei aber die Lippen fruchtig-saftig-sommerlich Korallpink. “Nude Pink” dagegen ist gedeckter, ein zarter Rosenholzton mit kaum wahrnehmbarem Schimmer, welchen den Lippen nur ein wenig mehr Dimension verleiht. Die Farbe intensiviert ganz natürlich meine eigene Lippenfarbe und passt einfach immer. Ich empfinde die Farbe nicht nur tauglich für absolut jeden Look, sondern auch für jede Jahreszeit.
Beide riechen angenehm süßlich und halten ziemlich lange auf den Lippen. Selbst wenn ich non-stop rede, habe ich 2-3 Stunden Freude an den Tönen, bevor ich nachlegen muss. Dementsprechend sind sie auch ein wenig klebrig, aber “angenehm klebrig”. Ich rede hier nicht von “Mac-Lipglass-klebrig”, was für mich mittlerweile einfach unerträglich ist” und nicht von wässrigen Konsistenzen, die man alle 20 Minuten nachlegen muss. Die Lipglosse liegen irgendwo dazwischen, eine Klebrigkeit, die das Gloss halten lässt, sich für mich aber angenehm anfühlt, wenn ich die Lippen zusammenreibe. Allerdings muss ab und zu mal alles von den Lippen runter, bevor ich nachziehe – sonst gibt es unattraktive Produktansammlungen in den Mundwinkeln.

CIMG6333-horzBare Peach – Nude Pink - Nectar

Mein Fazit:
Die Nectar&Nudes Kollektion von Bobbi Brown halte ich für rundum gelungen, gut konzipiert und wunderschön anzusehen. Die Lidschattenpalette hat es trotz kleines Mankos geschafft, sich in meine tägliche Schminkroutine zu mogeln und wird mich wohl auf zahlreichen Reisen begleiten dürfen. Die Lipglosse “Nectar” und “Nude Pink” trage ich täglich mit mir rum und finde, einer von beiden passt einfach immer. Manchmal kann ich mich gar nicht entscheiden. Die Farben machen richtig gute Laune und schreien nach Frühling. Die High Shimmer Lipglosse sind einfach nichts für mich. Die anderen drei Produkte sind aus meiner Schminkschublade aktuell nicht mehr wegzudenken und ich bin mir sicher, dass keiner davon zur Schubladenleiche wird. Sehr schön!

Die Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt!


Liebe Grüße,
neue_Signatur

Sonntag, 16. März 2014

Products I regret buying: Kiehl's Actively Correcting & Beautifying BB Cream



Ich trage im Alltag keine Foundation, greife aber gerne für einen ebenmäßigeren Teint auf leichtere Produkte wie BB Creams oder Tinted Moisturizer zurück. Für die Variante von Kiehl's entschied ich mich recht spontan aufgrund des Lichtschutzfaktors und des hohen Schutzes vor UV-A Strahlung. Die BB Cream ist in drei Nuancen erhältlich, wobei ich mich für die hellste (fair) entschieden habe. Für die enthaltenen 30 ml zahlt man 29€. 


Die hellste Farbe passt relativ gut zu meinem Hauttyp. Für ein wirklich perfektes Ergebnis hätte sie für mich noch ein wenig gelbstichiger sein sein dürfen, allerdings ist der Farbtton noch neutral genug, um gerade am Übergang von Gesicht zum Hals nicht negativ aufzufallen. Der Geruch ist ein wenig medizinisch, aber so dezent, dass er spätestens nach dem Auftragen keine Rolle mehr spielt. Die Deckkraft ist leicht, so dass Unreinheiten oder rote Äderchen noch durchschimmern. Insgesamt wirkt das Hautbild nach den Anwendung dennoch ausgeglichener. 


Die Textur der BB Cream ist recht reichhaltig. Die Haut fühlt sich nach dem Auftrag sehr schön prall und gepflegt an, allerdings ist genau das der große Haken des Produkts für meine Mischhaut. Und spätestens an dieser Stelle rächt sich der unbedachte Spontankauf! Das Finish ist direkt nach dem Auftrag schon recht glänzend. Nach einigern Stunden wird dieser Effekt in Kombination mit meinem Hauttyp allerdings so verstärkt, dass man meinen könnte, meine Stirn würde sich als Spiegelfläche eignen. Dass das nicht unbedingt mein bevorzugtes Ergebnis ist, könnt ihr euch sicherlich denken. Selbst Puder oder Blotting Paper konnten den Effekt nur für eine sehr kurze Zeitspanne mildern, so dass ich mich von dieser BB Cream nach wenigen Einsätzen wieder getrennt habe. Hätte ich vor dem Einkauf besser recherchiert, wäre mir der Fehlkauf erspart geblieben, da ihr Finish in vielen anderen Reviews als "dewy" bezeichnet wird.

Diese BB Cream  ist sicherlich eine tolle Variante für alle mit trockener Haut, die auf der Suche nach einem leichten und korrigierenden Teint-Produkt sind. Ich bin leider überhaupt nicht zufrieden gewesen und werde ich Zukunft gerade bei Produkten für den Teint Spontankäufe vermeiden.

Liebe Grüße,

Donnerstag, 13. März 2014

Amelie und die Suche nach dem perfekten Sonnenschutz, #1

Nach einer erneuten Fesselung an den Schreibtisch melde ich mich kurz mit einem Post zurück, der schon sehr lange angekündigt war. Heute soll es um das wichtige Thema Sonnenschutz gehen, mit dem ich mich in den letzten Jahren bereits intensiv auseinandergesetzt habe. Neben vielen positiven Effekten ist die Sonnenstrahlung zu 2/3 für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Eine genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse und Faktoren wie Stress oder Schlafmangel spielen somit zwar auch eine Rolle beim Alterungsprozess unserer Haut, aber eine deutlich geringere. 
In den Köpfen vieler Menschen ist immer noch der Irrglaube verbreitet, dass der Sonnenschutz nur dann sinnvoll ist, wenn die Sonne auch wirklich scheint, also besonders im Frühjahr, Sommer und beim direkten Kontakt mit Sonnenlicht. Verwendet man den Sonnenschutz allerdings auch dafür, um seine Haut vor frühzeitiger Hautalterung zu bewahren, dann muss man sich bewusst machen, dass die dafür verantwortliche UVA-Strahlung sich in Bezug auf ihre Intensität weder im Laufe des Tages noch beim Wechsel der Jahreszeiten maßgeblich verändert. Das bedeutet, dass man am Tag - im Sommer wie im Winter, bei direktem Sonnenlicht oder bei einem verhangenen Wolkenhimmel - nahezu der gleichen Intensität an UVA-Strahlung ausgesetzt ist. Hat man dieses Wissen im Hinterkopf, wird es sicherlich klarer, warum ich Tag ein Tag aus einen hohen Lichtschutzfaktor verwende. Mittlerweile habe ich aus diesem Bereich schon Unmengen an Produkten getestet und drei aus den vergangenen Monaten möchte ich heute näher vorstellen.


Bevor wir mit der eigentlichen Review anfangen, sage ich noch kurz etwas zu meinem Hauttyp, damit ihr meine Einschätzungen naher besser nachvollziehen könnt. Ich habe sehr empfindliche Mischhaut, die in der T-Zone im Verlauf des Tages sehr intensiv anfängt zu glänzen. Besonders im Winter können an anderen Stellen des Gesichts trockene Stellen auftreten, die gerade unter Make-up sichtbar werden. Viele Produkte verträgt meine Haut nicht, was sie mir sehr schnell durch Unreinheiten oder Unterlagerungen anzeigt. Kommen wir nun zu den drei Testkandidaten:

1. Dr. Grandel Protection UV LSF 30 Serum: Dieses Serum habe ich das erste Mal in einem Forum entdeckt und meine Neugier war schnell geweckt. Wie die Produktbezeichnung "Serum" bereits erahnen lässt, ist dieses Produkt sehr leicht und dünnflüssig. Gerade unter Foundation aufgetragen stellte ich mir diese Textur sehr praktisch vor. Leider enttäuschte mich das Serum in der Praxis aber auf ganzer Linie! Positiv aufgefallen sind mir drei Punkte: Das Serum weißelt überhaupt nicht und der Geruch erinnert mich an gezuckerte Milch. Sehr hygenisch ist außerdem die Entnahme mit der enthaltenen Pipette. Darüber hinaus bin ich mit dem Produkt aber überhaupt nicht zurecht gekommen. Nach dem Auftrag fühlte sich meine Haut klebrig an, was ich gerade im heißen Sommer sehr unangenehm fand. Nach einigen Wochen der täglichen Anwendung habe ich meine Haut außerdem kaum wiedererkannt. Auf meiner Haut hatten sich feine Knötchen gebildet, die sich regelmäßig über das gesamte Gesicht verteilten. Mein Hautbild wirkte dadurch sehr unruhig und erst das Absetzen des Serums brachte nach einigen Wochen Besserung. Ein erneuter Test führte nach einer längeren Pause zum gleichen unschönen Ergebnis, so dass ich das Serum letztendlich halbvoll entsorgen musste. 
50 ml kosten ca. 25€

2. La Roche Posay Anthelios XL Mattierende Gel-Creme SPF 50+: Da ich mit vielen Produkten von La Roche Posay sehr gute Erfahrungen gemacht habe, war es eine logische Konsequenz, auch ihre Sonnenschutzprodukte auszuprobieren. Meine Wahl fiel auf die mattierende Gel-Creme, die ich für meine Haut als besonders passend empfand. Leider muss ich auch hier sagen, dass der Kauf ein absoluter Reinfall war. Was wirklich toll bei öliger Haut ist, ist der mattierende Effekt, der beim ersten Auftrag sofort sichtbar ist und auch einige Stunden bei mir anhält. Leider weißelt die Creme bei mir deutlich und ein gleichmäßiger Auftrag ist bei der recht zähen Konsistenz auch nicht gerade einfach. Egal wie viel Sorgfalt ich beim Auftrag walten lassen, das Ergebnis auf der Haut wird immer leicht fleckig und besonders am Haaransatz und in den Augenbrauen sammelt sich das Produkt sichtbar. Nach ein paar Stunden bildet die Gel-Creme in meinem Gesicht außerdem sichtbare kleine Produktinseln. Gerade im Bereich um die Nase sammelt sich die Creme, was nicht besonders ansehnlich ist. Trockene Stellen werden außerdem gnadenlos betont, so dass ich es mit dieser Creme nach einigen Wochen einfach aufgegeben habe. Ich will morgens nicht 10 Minuten damit verbringen müssen, meinen Sonnenschutz gleichmäßig im Gesicht zu verteilen! Gut vertragen habe ich die Creme leider auch nicht. Nach jeder Anwendung kam eine neue Unreinheit hinzu, so dass eine Daueranwendung für mich nicht in Frage kommt.
50 ml kosten ca. 15€

3. SkinCeuticals Ultra Facial Defense SPF 50+: Auch diese Marke konnte mich mit anderen Produkten begeistern, so dass ich nach einiger Zeit auch bei ihrem Sonnenschutz gelandet bin. Bisher gehört dieses Produkt zu meinen absoluten Favoriten im Sonnenschutzbereich und nach vielen Enttäuschungen war ich hier wirklich sehr positiv überrascht. Die Textur ist angenehm leicht. Sie liegt nicht unangenehm auf der Haut, sondern scheint wie eine herkömmliche Feuchtigkeitscreme spurlos einzuziehen. Sie weißelt überhaupt nicht, lässt sich bei Bedarf auch sehr gut layern und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl. Meine Haut verträgt diese Creme hervorragend, so dass ich mittlerweile die dritte Tube in Folge im Gebrauch habe. Erwähnenswert bei der Creme von SkinCeuticals ist der außerdem der enthaltene Wirkstoff Tinosorb S. Ihm werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. Er gilt als besonders lichtstabil, kann UV-Strahlung sowohl absorbieren als auch reflektieren und ist in der Lage andere Sonnenschutzfilter zu stabilisieren. Lediglich abschreckend dürfte für viele der Preis sein, so dass ich mich weiter durch das Sortiment testen werde auf der Suche nach einem ähnlich guten, aber vielleicht günstigerem Produkt.
30 ml kosten ca. 31€

Die Suche nach dem perfekten Sonnenschutz geht also weiter und ihr werdet hier bald einen zweiten Teil lesen können.

Liebe Grüße,

P.S.: Sehr informative Posts zum Thema Sonnenschutz hat Agata bei Magi-Mania verfasst, z.B. hier oder hier.

Montag, 3. März 2014

Aufgebraucht im Hause Magalie

Es ist mal wieder so weit: der Müllberg nervt und muss weg. Deswegen gibt es heute das letzte Mal von mir einen Blogpost dieser Art, denn wenn ich ehrlich bin, überwiegt mittlerweile mein inneres Kopfschütteln bzgl. des Müllsammelns. Ich werde zukünftig nur noch die aufgebrauchten dekorativen Produkte sammeln, und den Rest direkt entsorgen. Es wiederholt sich einfach zu viel und wird redundant. Sollte sich einmal ein Duschgel oder ähnlich unglamouröses Verbrauchsprodukt besonders hervortun, kann ich immer noch eine Kurzreview verfassen. Aber auf Müllhortung habe ich schlicht und einfach keine Lust mehr! ;)

Fangen wir mit dem interessanten Part an: der dekorativen Kosmetik!

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* Armani High Precision Retouch Concealer
Ganz große Liebe! Hier die ausführliche Review. Kurzfassung? Farbe? Perfekt! Konsistenz? Perfekt! Abdeckung? Perfekt! Haltbarkeit? Perfekt! Nicht ganz so perfekt ist natürlich der Preis, daher teste ich mich – sogar ziemlich glücklich – weiter durchs Sortiment. Aber wenn ich mal groß bin und regelmäßig Gehalt bekomme, führt mein Weg direkt zum Armani Counter! Jawohl!

* Max Factor Masterpiece Max Mascaraprobe
Fand ich äußerst unspektakulär. Ein bisschen Länge, ein bisschen Trennung, ein bisschen Dichte. Nee, da bleibe ich bei der 2000 Calorie!

* Rouge Bunny Rouge Cremelidschatten “Brocade Skipper”*
Der Beginn einer großen Cremelidschatten Liebe. Bis ich diesen Cremelidschatten getestet habe, war ich überzeugt, dass solche Produkte nie bei mir halten, weil es bis dahin nie funktioniert hatte. Aber dieser hier hält! Ein richtig schöner, haltbarer Champagnerton, unkompliziert und haltbar. Habe ich sehr gerne benutzt! Hier eine ausführliche Review!

* Urban Decay 24/7 Liner in “Bourbon”
Mein allererster Urban Decay Kajal, ein alltagstaugliches Braun mit schönem Schimmer. Hat einfach immer und zu allem gepasst, war schön cremig im Auftrag und unübertroffen in Sachen Haltbarkeit. Würde ich wieder kaufen!

Bei Haarprodukten habe ich mich dieses Mal selbst übertroffen:

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* Weleda Hafer Aufbaushampoo, Probe
Meine Haare waren nach der Anwendung zwar wunderbar genährt, glänzend und strukturiert, allerdings fettete meine Kopfhaut sehr schnell nach, ich brauchte Unmengen Produkt und meine Kopfhaut war beleidigt. Daher wird keine Fullsize gekauft.

Kommen wir nach dieser kläglichen Haarbilanz zur Körperpflege:

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* Alverde Bodybutter “Genießertraum” und “Verwöhntraum”
Zur Weihnachtszeit gab es ein Bodybuttertrio von Alverde, die allesamt köstlich dufteten. “Genießertraum” nach Bratapfel und “Verwöhntraum” nach Vanille-Zimt. Ich mochte beide Düfte sehr gerne, außerdem verhielten sie sich gewohnt gut bzgl. Auftrag und Pflege. Würde ich beide als Fullsize kaufen, wenn es sie gäbe!

* Biotherm Deo Pure*
Fand ich leider nicht besser oder schlechter als jedes andere Drogeriedeo. Roch aber sehr gut, frisch und sauber und hinterließ jedoch auf meinen schwarzen Tops trotz “Invisible” im Titel weiße Flecken. Nee, das brauche ich nicht noch einmal!

* Cottage Duschgel "Le Caramel”
Wo wir bei köstlichen Düften sind… Oh my! Ein sehr intensiver und doch völlig authentischer Karamellduft. Würde man mit verbundenen Augen daran riechen, man würde es löffeln! Allein deswegen würde ich es nachkaufen!

* Dr. Hauschka Handcreme Probe*
Eine leichte, aber sehr feuchtigkeitsspendende Handcreme mit angenehm zitrischem Duft. Fand ich gut und würde ich nachkaufen!

* Fenjal Pflege Handcreme
Sehr damenhafter Duft, den ich aus nostalgischen Gründen allerdings sogar mag, und reichhaltige Pflege, die sogar meine geliebte Florena Olive Handcreme übertrifft. Zieht allerdings etwas langsamer ein, aber das ist ja nicht immer störend. Nachkauf nicht ausgeschlossen.

* Florena Handcreme mit Bio Olivenöl
Ein absoluter Liebling, bei dem Preis, Pflege und Duft einfach stimmen. Ich habe schon unzählige Tuben verbraucht. Kaufe ich immer und immer wieder nach. Sowohl als Fullsize, als auch als Mini für die Handtasche. Eine ausführliche Review gibt es *hier*.

* Le petit Marseillais Lait d’amandes & miel Duschgel
So ein herrlich wohliger Kuschelduft *schnurr* Außerdem ganz weiche, cremige Konsistenz und keinerlei Austrocknung der Haut. Dazu relativ ergiebig. Steht schon wieder auf meiner Einkaufsliste für Frankreich!

* Melvita Apicosma Bodymilk*
Heißgeliebt! Fand ich wirklich großartig und wollte ein bisschen weinen, als sie leer war – hatte ich sie mir doch immer ein wenig aufgespart. Die Bodymilk war sehr ergiebig, wunderbar pflegend, zog zügig ein und duftete angenehm. Meine Haut war babypopo weich gepflegt und glücklich. Wollte ich in Frankreich schon mitnehmen, aber sie hatten nur die kleinen Tuben. Das nächste Mal dann! *Hier* findet ihr eine komlette Review!

* Neutrogena Nordic Berry Fußcreme
Wohl eine der besten Fußcremes, die ich je getestet habe -  und ich habe von Balea bis Barielle eigentlich alles durch! Hat für mich genau die richtige Mischung zwischen Feuchtigkeit und Fett und pflegt meine Füße perfekt. Die zweite Tube ist schon in Gebrauch!

* Rituals Magic Touch Organic Cherry & Rice Milk Body Cream
Diesem Duft habe ich *hier* einen ganzen Blogpost gewidmet. Ich mag den blumig-fruchtig-weiblichen Duft noch immer äußerst gerne und finde, er paart sich ganz hervorragend mit einem meiner Lieblingsparfums. Für mich ein sehr schöner Frühlingsduft. Dazu kommen eine schnell einziehende Textur und hohe Ergiebigkeit!

Und zu guter Letzt noch die aufgebrauchte Gesichtsflege:

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* Balea Med ph hautneutrale Waschlotion
Das ist so ein Produkt, dass sich in diesen Blogposts einfach viel zu oft wiederholt. Mittlerweile dürftet ihr wissen, dass ich es seit Jahren vergöttere und benutze. Ansonsten: *klick*

* Melvita Bouquet Floral Make-up Entferner*
Entfernte mein Make-up, aber ich musste schon etwas mehr rubbeln. Der erwartete Schmierfilm aufgrund der Ölphase hielt sich allerdings in Grenzen, außerdem brannte nichts und ich habe danach auch nicht verschwommen gesehen. Trotzdem bleibe ich lieber bei Bioderma, damit fühle ich mich einfach wohler.

* Origins Make a difference Plus Cream*
Bisher meine liebste Gesichtspflege. Intensive Pflege, die mich vergessen lässt, dass ich eigentlich trockene Haut habe, schnell einziehende Textur, Eignung als Make-up Unterlage und die Fähigkeit, wie von Zauberhand alle Hautprobleme in kürzester Zeit verschwinden zu lassen. Ein Nachkauf ist definitiv geplant – ich muss nur noch ein wenig aufbrauchen! Bis dahin könnt ihr meine ausführlichen Lobeshymnen *hier* noch einmal nachlesen!

So, und nun werfe ich ein allerletztes Mal diesen Plastikmüllberg weg! Immerhin waren diesmal ein Lidschatten und ein Kajal dabei – ich habe glaube ich noch nie zuvor einen Kajal aufgebraucht! Ich hoffe, es stört euch nicht allzu sehr, dass ich diese Blogposts in Zukunft nicht mehr weiterführen werde. In der “abgespeckten” Version, in der es nur noch um Dekoratives geht, dürften sie dann sicher spannender werden – da haben wir bestimmt alle was von! :)

* Die kursiv gedruckten Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt!
Bis dahin wünsche ich euch noch eine schöne Woche,
liebe Grüße,
neue_Signatur

Sonntag, 23. Februar 2014

Kiko Bad Girl LE: Meine persönlichen Gewinner & Verlierer

Vor einiger Zeit erreichten mich die Produkte der Kiko Bad Girl LE, aus der ich euch heute zwei Produkte genauer vorstellen möchte. Ein Produkt hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können, das andere nach ersten Anlaufschwierigkeiten umso mehr. Als ich das Paket mit den Produkten auspackte, fiel mir eine Palette sofort ins Auge: Die Color Fever Palette in 101 Coral Burgundy.



In mattem Schwarz und in stabilem Plastik befinden sich die limitierten Lidschatten. Im Inneren verbirgt sich ein großer Spiegel, der unterwegs sehr hilfreich sein kann.


Sie enthält vier gebackene Lidschatten, die feucht oder trocken aufgetragen werden können und kostet 12,90€. Die Farbzusammenstellung, die übrigens für braune und grüne Augen gedacht ist, hat mich sofort angesprochen, da ich mich schon lange an diese rötliche Farbpalette herantrauen wollte, für Mac Cranberry bisher aber doch zu scheu war.



Beim ersten Swatchen der Lidschatten war ich auch positiv überrascht. Sie waren seidigweich und die Farbabgabe an meinen Fingern war intensiv leuchtend und satt. Leider versagte die Palette bei weiteren Tests kläglich. Auf der Haut geswatched offenbarte sie ihren krümeligen Charakter, der es mir äußerst schwer machte, die Farben für euch einzufangen. Die Farben wurden ungleichmäßig und ließen sich auch absolut nicht zu einem satten Swatch schichten. Ich denke, dass man das gerade bei den beiden helleren Tönen auf dem unteren Bild gut erkennen kann.


Dieser Eindruck setzte sich beim Einsatz am Auge leider fort. Die Farben schimmern zwar wunderbar facettenreich im Licht, das ist aber auch das einzig Positive, was ich über sie berichten kann. Versucht man die Farben zu schichten, sorgt man einfach nur dafür, dass man jede Menge Fallout im Gesicht hat. Beim Blenden tragen sich die Lidschatten sofort von der Hautoberfläche ab, so dass ganze Lücken entstehen, die das gesamte Augenmake-up fleckig und fast schon schuppig erscheinen lassen. Ich hoffe, dass man den von mir beschriebenen Effekt auf den Bildern gut erkennen kann. Auf dem geschlossenen Auge wird es besonders deutlich. Ich habe in der Lidfalte nicht etwa vergessen Lidschatten aufzutragen, sondern das ist das Ergebnis intensiver Auseinandersetzung mit der Color Fever Palette. Für mich sind die Lidschatten damit leider im Gebrauch durchgefallen, auch wenn ich die Palette sonst so hübsch finde!


 In dem Paket befand sich außerdem noch eine Mascara, die dank ihres Namens sofort mein Interesse weckte: die Overblown Volume Mascara. Neben dem Namen machte mich außerdem die Verpackung neugierig, da sich im Vergleich zu herkömlichen Mascaras recht wuchtig wirkt. Ansonsten wirkt sie in ihrer hochglänzend schwarzen Verpackung aber recht hochwertig und elegant.


Ein wenig abgeschreckt wurde ich vom Bürstchen, denn das ist wirklich gigantisch! Da wirkt im direkten Vergleich sogar das Bürstchen meiner geliebten Volum Express Mascara von Maybelline winzig. Die Form ist auch ansonsten eher ungewöhnlich. 


Am forderen Ende befindet sich eine rundliche Spitze mit kürzen Borsten, die mit einem leichten Knick vom Rest des Bürstchens abgetrennt wird. Sie soll vor allem am unteren Wimpernkranz eingesetzt werden. Die restlichen Borsten aus Elastomer sind etwas länger, flexibel und für die restlichen Wimpern gedacht. Die Textur ist sehr feucht und umhüllt bereits beim ersten Auftrag die Wimpern mit einer dichten Mascaraschicht. Meine Wimpern verkleben dennoch nicht und sehen einfach nur unfassbar dicht, geschwungen und fast schon unecht aus. Ein Effekt, der bei meinen feinen, relativ geraden Wimpern wirklich beeindruckend ist. Die Haltbarkeit konnte mich ebenfalls überzeugen. Die Mascara schmiert bei mir nicht, hält den Schwung und lässt sich am Ende eines Tages einfach mit jeder Art von Make-up Entferne beseitigen. Auf den oberen Bildern trage ich die Mascara übrigens und wer meine Wimpern von anderen Bildern kennt, wird den Effekt sicherlich bemerken können. Die Mascara kostet 8.90€ und ein Nachkauf ist für mich nicht ausgeschlossen!

So viel zu meinen Erfahrungen mit der Kiko Bad Girl LE. Genießt euren Sonntag!
Liebe Grüße,

Montag, 17. Februar 2014

Review: Advanced Night Repair Serum von Estée Lauder

Viele von euch haben sicherlich in den letzten Monaten mitbekommen, dass ich meine Gesichtspflege ein wenig umgestellt habe. Zu den neuen Produkten, die einen festen Platz in dieser Routine erhalten haben, gehört auch das Advanced Night Repair Serum* von Estée Lauder, das ich euch heute ausführlicher vorstellen möchte. 


Ich muss sagen, dass dieses Serum schon immer eine gewisse Anziehungskraft auf mich ausgeübt hat. Dank mehr oder weniger subtiler Werbung in diversen Hochglanzzeitschriften hatte sich das Produkt besonders intensiv in mein Unterbewusstsein eingebrannt und ich hatte immer den albernen Gedanken im Hinterkopf, dass ich es - wenn ich mal groß bin - unbedingt in meinem Badezimmer stehen haben möchte. Dazu gehören sicherlich auch die vielen spannenden Hintergrundinformationen, die es zu diesem Produkt gibt und seinen Reiz noch zusätzlich vergrößern:

1. Das Advanced Night Repair Serum war das allererste Serum, das jemals entwickelt wurde.
2. Es war das erste Hautpflegeprodukt mit Hyaluronsäure.
3. 1982 begründete Night Repair die Kategorie der Nachtpflege mit Repair-Effekt.
4. An der ursprünglichen Night Repair-Formel war alles einzigartig – die Textur, die Formulierung, die Technologie.


Auch wenn der Peter Pan sich in mir noch wehrt, so langsam lässt sich nicht mehr bestreiten, dass die entspannte Jugend vorbei ist und dass das deutlich anstrengendere Erwachsenzeitalter begonnen hat. Es war also perfektes Timing, dass Estée Lauder das Serum in einer neuen Formulierung herausgebracht hat. 

Das Serum befindet sich in einer kleinen braunen Flasche. Kleiner Fun Fact am Rande dazu:  Estée Lauder war das erste Kosmetikunternehmen, das einen braunen, an ein Apothekerfläschchen erinnernden, Flakon als Umverpackung für ein Pflegeprodukt verwendete, um dessen Wirksamkeit zu unterstreichen. Die Entnahme findet mit Hilfe einer kleinen Pipette statt, die meiner Meinung nach den Apothekencharakter zusätzlich unterstreicht und die Dosierung sehr hygenisch und präzise macht.

Das Serum selbst ist sehr flüssig und angenehm leicht auf der Haut. Ich hatte vor Beginn der Anwendung noch Angst, dass es für meine tendenziell eher ölige Mischhaut zu reichhaltig sein könnte. Diese Bedenken haben sich aber absolut nicht bestätigt. Ich entnehme etwa eine Pipettenfüllung und verteile sie in meinen Handinnenflächen. Diese presse ich anschließend vorsichtig auf mein Gesicht, Hals und Dekolleté. Innerhalb kürzester Zeit wird das Serum von meiner Haut aufgenommen. Anschließend ist kein unangenehmer Film oder etwa ein klebriges Gefühl zu spüren, was ich bereits bei anderen getesteten Seren feststellen musste. Ich verwende das Serum nicht jeden Tag, sondern 2-3 mal in der Woche und vor besonders wichtigen Events, da ich an den anderen Abenden der Woche noch ein Retinol-Serum benutze.



Die Herstellerversprechen des Advanced Night Repair Serums sind recht komplex, dennoch möchte ich sie euch kurz zusammenfassen, um anschließend meine Erfahrung damit abgleichen zu können. Generell soll das Serum den Abbau von Stoffwechselprodukten ankurbeln, die Synchronisierung der Abläufe in den Hautzellen fördern und dadurch die hauteigenen Repairprozesse während der Nacht optimieren. Dazu werden die beiden folgenden Technologien miteinander kombiniert:

1. Katabolismus-Technologie 
Hierbei handelt es sich vereinfacht gesagt um einen aktiven Inhaltsstoff aus Algen- und Hefeextrakt, der dafür sorgen soll, dass die Zellfunktionen verbessert werden und der Abbau von Stoffwechselprodukten optimiert wird.

2. Chronolux™-Technologie
Bei dieser Technologie wird es noch ein wenig komplizierter. Nach den Beschreibungen von Estée Lauder besitzt jede einzelne Zelle ein eigenes Clock Gene. Also gewissermaßen eine kleine Uhr, die dafür verantwortlich ist, die Zyklen der Zelle zu regulieren. Sie ist auch dafür verantwortlich, den Zeitpunkt und die Aktivierung der Reparaturprozesse einer Zelle zu bestimmen. Diese Clock Gene können in ihrer Funktion gestört werden, beispielsweise durch Stress oder schädliche Umwelteinflüsse, was dazu führt, dass vor allem die DNA-Reparatur nur eingeschränkt funktioniert und das wiederum kann zu sichtbaren Zeichen vorzeitiger Hautalterung führen. Die Technologie des Serums soll nun dafür sorgen, dass die Reparaturmechanismen optimal und zum richtigen Zeitpunkt in Gang gesetzt werden und die Haut rundum geschützt ist.


Ich hoffe, dass ihr meinen kleinen Ausschweifungen folgen konntet, aber ich finde die Technologie, die hinter dieser kleinen braunen Flasche steckt unheimlich spannend! Nun ist es natürlich schwierig zu beurteilen, ob diese ganzen Prozesse tatsächlich in meiner Haut stattfinden. Was ich aber aus voller Überzeugung sagen kann, ist, dass ich das Produkt unheimlich gut vertragen habe. Meine Haut reagiert sehr schnell zickig auf Neues, aber das Advanced Night Repair Serum wurde selbst von meiner empfindlichen Haut ohne Murren als neuer Teil meiner Gesichtspflegeroutine akzeptiert. Außerdem kann ich von meiner Haut behaupten, dass man ihr aktuell selbst den größten Stress nicht ansieht. Zwar schauen mich morgens gerne mal tiefe Augenschatten im Spiegel an, allerdings liegt das auch an meinem akuten Schlafmangel. Die restliche Gesichtshaut wirkt trotzdem erholt und prall. Dieser Effekt ist sicherlich nicht allein auf die Anwendung des Serums zurückzuführen, sondern auch auf einen gesunden Lebensstil (mal von dem momentan unvermeidlichen Stress abgesehen) und andere hilfreiche Produkte. Vor besonders wichtigen Events greife ich dennoch auf das Serum zurück, da ich zumindest das Gefühl habe, dass meine Haut am nächsten Morgen besonders frisch und erholt aussieht. Mich konnte das Serum jedenfalls überzeugen und zwar so sehr, dass ich die passende Augencreme aus der Serie direkt auf meiner Wunschliste geschrieben habe. Und nachkaufen würde ich es auch!

Das Serum ist übrigens in zwei verschiedenen Größen erhältlich. 30 ml kosten 73€ und 50 ml sind für 110€ erhältlich.

Zum Abschluss habe ich euch noch die Inhaltsstoffe abfotografiert, falls sie euch interessieren sollten:


*Das Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt!

Ich hoffe, dass euch der etwas ausführlichere Ausflug in die Welt des Advanced Night Repair Serums gefallen hat. Da ich meine Gesichtspflegeroutine wie gesagt umgestellt habe, warten auch noch weitere Hautpflegeprodukte auf eine ausführliche Vorstellung, die nach und nach in der nächsten Zeit folgen werden. Seid also gespannt!

Viele Grüße,

Sonntag, 9. Februar 2014

Worth The Hype? Clinique Take The Day Off Cleansing Balm

Cleansing Balms - momentan auf nahezu jedem Beautyblog ein Thema. Dabei ernten die Lorbeeren besonders im englischsprachigen Raum die Versionen von Emma Hardie, Eve Lom oder REN. Neugierig wie ich nun mal bin, wollte auch ich wissen, was es mit dem Hype um diese Art der Gesichtsreiniger auf sich hat und aus diesem Grund möchte ich euch heute den Take The Day Off Cleansing Balm von Clinique vorstellen.


In einem recht flachen Behältnis aus pastell-violettem Plastik befindet sich das eigentliche Produkt. Insgesamt sind 125 ml enthalten und der Balm kostet 29€. Die Verpackung ist wie die Liste der Inhaltsstoffe schnörkellos, wirkt dank des verspiegelten Deckels und des dicken Hartplastiks dennoch wertig. Zur besseren Übersicht habe ich sie euch hier die Inhaltsstoffe abgetippt:

Ethylhexyl Palmitate, Carthamus Tinctorius (Safflower) Seed Oil, Caprylic/capric Triglyceride, Sorbeth-30 Tetraoleate, Polyethylene, Peg-5 Glyceryl Triisosterarate, Water, Tocopherol, Phenoxyethanol


Ähnlich knapp fällt auch das Herstellerversprechen von Clinique aus:

"Reichhaltige Reinigungscreme, die Makeup, Schmutz und Rückstände schnell, einfach und gründlich entfernt. Bei der Anwendung verwandelt sich die Creme in ein luxuriöses, seidiges Öl. Mit Wasser oder Kleenex abnehmen. Für alle Hauttypen. Augenärztlich getestet."


Der Balsam ist weiß und recht fest. Caroline Hirons beschreibt die Konsistenz wenig liebevoll als Schmalz und damit hat sie gar nicht so unrecht. Sobald man den Balsam allerdings in den Handinnenflächen oder im Gesicht verreibt, verändert er seine Konsistenz. Der buttrige Cleansing Balm verwandelt sich in ein geschmeidiges Öl. In diesem Zustand verreibe ich es für etwa eine Minute im ganzen Gesicht und währenddessen kann man dem Make-up regelrecht dabei zusehen, wie es den Kampf gegen den Reiniger verliert. Selbst wasserfeste Mascara, eine dicke Foundationschicht oder andere hartnäckige Schminkschichten schmelzen unter der Einwirkung des Balsams wie ein Schneemann im Sonnenlicht dahin. Beim Kontakt mit Wasser verändert der Balsam erneut seine Konsistenz zu einem leichten, milchigen Fluid, das sich problem- und vor allem rückstandslos von der Haut waschen lässt. Die Haut fühlt sich anschließend sauber an, ohne zu spannen. Ein Film ist ebenfalls nicht zu spüren.


Die Reinigungswirkung des Cleansing Balms hat mich wirklich beeindruckt und gleich bei der ersten Anwendung einen sehr positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Im Dauertest hat mich außerdem die ausgezeichnete Verträglichkeit überzeugen können, was sicherlich auch mit der sehr übersichtlichen Liste der Inhaltsstoffe zusammenhängt. Hier finden sich - ganz im Gegensatz zu Emma Hardie  - beispielsweise keine reizenden Duftstoffe. Zwar riecht der Take The Day Off Cleansing Balm dann relativ unspektakulär irgendwie nach Nichts, aber meine empfindliche Haut ist umso dankbarer! Ein weiterer Pluspunkt ist der enorm geringe Verbrauch des Produkts. Eine haselnussgroße Menge reicht für mich vollkommen aus, um mein Gesicht selbst von einem aufwändigen Make-up zu befreien.

Ein wenig ungewohnt war für mich lediglich das Gefühl beim ersten Auftragen. Es fühlte sich einfach seltsam an, auf bereits glänzende Haut eine buttrige Ölschicht aufzutragen. Nach ein paar Tagen kam mir dieses Gefühl allerdings schon weniger seltsam vor und ich empfand die Massage mit dem Öl als recht angenehm. Hat man sich als Mensch mit öliger Haut erst Mal an dieses Gefühl gewöhnt, kann man in vollen Zügen die vielen Vorteile dieses Cleansing Balms genießen.

Ich kann euch abschließend dieses Produkt nur empfehlen, wenn ihr auf der Suche nach einem gründlichen Reiniger seid, der eure Haut nicht reizt und ohne überflüssige Schnörkel einen hervorragenden Job erledigt. Für mich ist der Take The Day Off Cleansing Balm jedenfalls definitiv den Hype wert und verdient auf jeden Fall deutlich mehr Beachtung neben den vielen anderen Produkten dieser Art, die momentan so gelobt werden.

Liebe Grüße,