Warum ich euch so lange nicht erzählt habe, wie die Geschichte weiter ging? Nun, es gab mehrere Dinge, die ich getan habe, die den Haarausfall positiv oder negativ hätten beeinflussen können, so dass jedes Update meinerseits rein spekulativ gewesen wäre. Deswegen habe ich jetzt mehrere Monate abgewartet, und gebe euch zumindest einen Zwischenbericht, bis ich schätzungsweise nächsten Sommer die endgültige Lösung habe, wenn alles gut geht. Aktuell sieht es nämlich so aus, als ob ich der Sache endlich auf den Grund komme!
Nachdem ich euch im Mai berichtet habe, dass der Haarausfall so ziemlich Geschichte ist, war mein Shampoo leer. Ich probierte das Phythorhum Shampoo (von der Pflege war ich begeistert!), und führte den rückkehrenden Haarausfall darauf zurück, dass ich das Priorin testweise abgesetzt hatte. Als ich bemerkte, dass etwas nicht stimmte, kehrte ich zu meinem altbewährten Bananenshampoo von The Body Shop zurück, aber weiterhin konnte ich mir beim Haarewaschen strähnenweise die Haare herausziehen. Ich begann wieder Priorin zu nehmen, doch diesmal wirkte es kaum. Insbesondere bemerkte ich, dass es gerade beim Waschen und anschließenden Entwirren besonders schlimm war, aber nicht so sehr im Alltag.
Dann testete ich die Redken Serie gegen Haarausfall, doch nach drei Wochen musste ich das Shampoo absetzen: ich verlor weiter unter der Dusche und beim Kämmen danach alarmierend viele Haare, und der “Priorin-“Effekt” wollte sich einfach nicht richtig einstellen.
Also überlegte ich, was sonst noch anders war, als im Frühjahr mein Haarausfall verschwand. Ich sah mir die Inhaltsstoffe meines damals benutzten Shampoos (Revlon mop Glisten) an und stellte fest, dass dort kein “Cocoamidopropyl Betaine” enthalten war. Schon hier und da hatte ich aufgeschnappt, dass auf diesen Stoff mit Haarausfall reagiert wurde.
Kurzentschlossen und langsam recht panisch verbannte ich das aktuelle Shampoo aus meiner Dusche, und fand glücklicherweise ein Pröbchen des Kiehl’s Olive Fruit Oil Shampoos (Review folgt), welches diesen Stoff nicht enthielt. Ich benutzte es einmal testweise, um eine völlige Haarkatastrophe auszuschließen und bestellte mir dann kurzerhand eine Flasche, da “Cocoamidopropyl Betaine” in so gut wie jedem Shampoo enthalten ist, und ich in der Situation keinen Nerv und keine Zeit hatte, großartige Recherchearbeit zu leisten. Leicht resignierend setzte ich auch das Priorin ab, damit ich wirklich einschätzen konnte, ob eine eventuelle Verbesserung wirklich vom Verzicht auf “Cocoamidopropyl Betaine” herrührt.
Das ist nun gute 3 Monate her, und ich bin enorm glücklich, weil der massive Haarausfall beim Haarewaschen und anschließenden Entwirren endlich ein Ende hat. Ich habe nur noch ab und an dabei mal ein Haar in der Hand und auch mein Friseur stellte zufrieden fest, dass er nicht ein einziges Haar beim Waschen mit diesem Shampoo in der Hand hatte (ja, ich habe extra mein Shampoo mit zum Friseur genommen!).
Allerdings habe ich die ersten 6 Wochen auch noch das Redken Intra Force Spray benutzt. Ich war also skeptisch, ob die Wirkung nicht auch von dem Produkt herrühren könnte, da die Serie schließlich gegen Haarausfall wirken soll, und direkt auf die Kopfhaut gesprüht wird. Ich benutze es jetzt allerdings seitdem nicht mehr, und es hat sich nichts zum negativen verändert. Ich werde das aber natürlich weiterhin beobachten.
Soweit, so gut. Trotzdem fallen mir immer noch Haare aus. Absolut nicht mehr dramatisch, aber doch noch mehr als Anfang des Jahres. Deswegen sieht mein Plan jetzt folgendermaßen aus:
1. Ich werde weiterhin testen, ob das Absetzen des Redken Intra Force Sprays sich negativ bemerkbar macht. Allerdings mag meine Kopfhaut es sehr gerne, weswegen es schon nachgekauft ist. Aber ich werde mich erst einmal zurückhalten, bis ich mir wirklich sicher bin, dass mein gestoppter Haarausfall nichts damit zu tun hatte. Da ich allerdings kleine Babyhärchen am Haaransatz sehen konnte, nachdem ich das Spray ca. 3 Monate benutzt habe, werde ich irgendwann auch diesen Test weiterführen wollen.
2. Wenn ich mir wegen des Intra Force Sprays ganz sicher bin, werde ich testen, ob Priorin den restlichen Haarausfall in den Griff bekommt, bzw. eine Wirkung hat. Ich möchte nämlich wissen, ob es Anfang des Jahres wirklich nur das Priorin, nur der Verzicht auf “Cocoamidopropyl Betaine” oder wie vermutet ein Zusammenspiel von beidem war.
3. Langfristig ist meine Mission jetzt natürlich außerdem, Shampoos ohne “Cocoamidopropyl Betaine” zu finden, und zu testen, ob es nur diese spezielle Sorte “Betaine” ist, oder mein Kopf “Betaine” im allgemeinen nicht mag. Aber das hat Zeit. Ich will jetzt alles ganz langsam, ausgiebig und penibel testen, und so Ursache für Ursache endgültig finden. Deswegen werde ich das aktuelle Shampoo auch mindestens so lange benutzen, bis ich mir bzgl. der ersten beiden Punkte 100%ig sicher bin.
So, das war mein “kurzes” Update zum Thema Haarausfall. Alles in allem bin ich happy, dass meine Haare schon zum zweiten Mal so positiv auf den Verzicht von “Cocoamidopropyl Betaine” reagieren, und ich mit der Vermutung richtig zu liegen scheine – auch wenn ich natürlich traurig bin, dass so viele Shampoos, die ich gerne noch getestet hätte, jetzt wohl “tabu” sind.
Außerdem gehe ich an die “Endforschung” nun ganz gelassen ran, da ich nicht mehr massig Haare beim Haarewaschen verliere, und keine Panik mehr haben muss, bald beim Friseur heulend einen Kurzhaarschnitt verlangen zu müssen. Ich lasse mir da jetzt wirklich ausreichend Zeit, um alles Stück für Stück genau auszuloten und melde mich dann mit einem hoffentlich finalen Update, welches meine Vermutungen bestätigt, und diesen kleinen Albtraum endlich beendet. Das wird jedoch eine ganze Weile dauern, da ich keine übereilten Rückschlüsse ziehen werde. Aber im Moment sieht es glücklicherweise wirklich gut aus!
Liebe Grüße,
Ps.: Bevor wieder Kommentare bzgl. eventueller gesundheitlicher Ursachen kommen: Ich weiß eure Sorge und eure Anregungen wirklich sehr zu schätzen, versteht das bitte nicht falsch! Aber in der Hinsicht ist bei mir wirklich alles in Ordnung. Mein Haarausfall gehört zu keinem Krankheitsbild und ist auch nicht durch Mangelerscheinungen bedingt! Kein Grund zur Sorge! :-)
Es freut mich zu hören das Du das Problem in den Griff bekommen hast und es sich deutlich verbessert hat. Ich habe schon so feine Haare, das wäre tötlich :)
AntwortenLöschenMich freut es ebenfalls, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie furchtbar starker Haarausfall sein kann! :'(
AntwortenLöschenAllerdings war bei mir die Schilddrüse der Auslöser, keine Unverträglichkeit.
Danke für das Update! Ich bookmarke mir den Beitrag fix, damit ich nachher schauen kann, ob mein Schampoo Cocoamidopropyl Betaine enthält. Zwar sind meine Haarprobleme etwas anders gelagert als Deine aber vielleicht hilft es dennoch.
AntwortenLöschenSchön, das deine Haare nicht mehr rieseln :) Den Post werde ich mir mal merken, in letzter Zeit ist mir auch vermehrter Haarausfall aufgefallen. Habe aber eher die Schilddrüse in Verdacht. Trotzdem mal schauen, ob ich ein Shampoo ohne Betaine finde.
AntwortenLöschenIntressanter Beitrag. Reagierst achtest du speziell auf Betaine, oder nur auf Cocoamidopropyl Betaine? Gibts da eine Unterschied?
AntwortenLöschenWenn du Hilfe brauchst bei der Shampoo-Suche: ich vertrage Cocamidopropyl Betaine auch nicht (bekomme aber davon Ausschlag, keinen Haarausfall) und kenne ein paar Shampoos ohne. Meld' dich einfach per Mail. :)
AntwortenLöschen♥ Lu
das eucerin shampo mit 5% urea sollte diesen stof auch nicht beinhalten und wird zudem gerade in der winterzeit beruhigend auf die trockene kopfhaut...
AntwortenLöschenwow das ist ja echt krass.. Tut nir voll Leid für dich du hattest sicherlich total Panik :( Aber schon krass, dass das echt an so einem keinen winzigen Inhaltsstoff liegen kann zum Glück hast du die Ursache herausbekommen..
AntwortenLöschenHattest du denn schon immer Problemem mit haarausfall oder kam das echt ganz plötzlich?
♥♥Style-Roulette♥♥
xoxo,
Luísa
Offtopic, ich weiß, aber euer Schneetool beim Cursor ist total niedlich <3
AntwortenLöschenFreut mich, dass es bergauf geht mit deinen Haaren.
Guten Abend ihr Lieben! Danke für eure lieben Kommentare!
AntwortenLöschen@ Dani:
Du willst gar nicht wissen, wie fein meine Haare sind! Wenn du auf den verlinkten Blogpost vom Mai klickst, siehst du Vergleichfotos. Nichts für schwache Nerven! ;-)
@ Constanze:
Ohje, ich hoffe, mit der Schildrüse ist wieder alles im Lot?
@ Ipaintmyworld:
Dann hoffe ich mal, dass dir das hilft! :-) Der Stoff ist leider wirklich in fast jedem Shampoo enthalten :-( Auch in vielen Duschgels übrigens, aber da stört es mich überhaupt nicht!
@ mietzekatze:
Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du die Ursache schnell findest, egal, wo sie liegt! :-)
@ Mila:
Wie schon oben gesagt, werde ich das erst rausfinden müssen. Das wird noch eine Weile dauern! :-)
@ Lu:
Danke für das liebe Angebot, darauf komme ich sicher zurück! Ich muss dir eh noch mal wegen des Bioderma-Deals schreiben ;-)
@ Anonym:
Danke für den Tipp! Das werde ich mir schon einmal merken!
@ Luisa:
Friseure haben mir immer mal wieder gesagt, ich würde viele Haare verlieren, aber ich habe mir darüber nie Gedanken macht, bis es so schlimm wurde!
@ Katie:
Haha, ich erwische mich auch ständig dabei, wie ich sinnfrei den Cursor hin und her bewege, damit der Schnee rieselt :-D
Liebe Grüße,
Magalie
Hat dein Hautarzt schonmal ein Trichogramm gemacht? Damit könnte man evtl. erblich bedingten Haarausfall nachweisen. Ich habe das nämlich und benutze Regaine für Frauen.
AntwortenLöschenAlso auf mich trifft leider alles was du bisher geschrieben hast auch zu.
AntwortenLöschenAn der Schilddrüse liegt es bei mir nicht,
ich habe auch keine anderen Krankheiten die bei mir so einen extremen Haarausfall auslösen könnten...
Dazu kommt genau wie bei dir, dass meine Haare eh schon sehr fein und dünn sind :(
Angeregt durch deinen Post versuche ich es jetzt auch einfach mal mit Shampoo ohne diesen Inhaltsstoff.
Vielleicht hilft es ja auch bei mir!
Das Balea Med Shampoo Ultrasensitive ist ohne jegliche Betaine. Kostet auch nicht viel.
AntwortenLöschenKennst Du die Funktion "Alternativen finden" bei Codecheck? Dann kannst Du Dir ein beliebiges Shampoo anzeigen lassen, auf "Alternativen finden" klicken und bei jedem einzelnen Inhaltstoff mit, ohne, egal anklicken. Hab ich eben für Cocoamidopropyl betaine ausprobiert, da gibt es wohl so einige.
AntwortenLöschen@ Chrissy:
AntwortenLöschenDas ist ja relativ umstritten, es gibt verschiedene Ausführungen und jeder erzählt was anderes. Deswegen stehe ich dem Test kritisch gegenüber und habe mich vorerst dagegen entschieden! :-)
@ Anonym:
Ich drücke dir wirklich die Daumen, dass du auch darin des Rätsels Lösung findest!
@ Lena:
Danke dir für deinen Tipp! :-)
@ Anonym:
Für den Tipp ist dir meine ewige Dankbarkeit sicher! Vielen, vielen Dank, das wird mir wirklich enorm weiterhelfen!
Liebe Grüße,
Magalie
Freut mich, wenn ich helfen konnte! :-)
AntwortenLöschenUnd das Dankeschön kann ich gleich zurückgeben, denn dank deiner Haarpflegetipps (allen voran die CWC) + die richtigen Shampoos sind meine Haare endlich wieder vorzeigbar!
@ Anonym:
AntwortenLöschenOh, das finde ich toll, dass dir die Tipps helfen! :-)
Liebe Grüße,
Magalie
Vom Haarausfall kann ich ein Lied singen. Mit 25 Jahren sind meine Haare auf dem Oberkopf immer dünner geworden. Leider ist es erblich, bzw. hormonell bedingt. Im Moment kommen die Haare nach und nach wieder, dank Hormontabletten und der Haartinktur Regaine, die leider von der Krankenkasse nicht finanziert wird...
AntwortenLöschenNur kurz ein Tipp zu den Intra Force Shampoo von Redken. Da du das Shampoo so hoch gelobt hast, wollte ich es auch ausprobieren, und habe mir aber das für gefärbtes Haar bestellt. In diesem Shampoo ist der Wirkstoff "Cocoamidopropyl Betaine" nicht enthalten. Vielleicht wäre das ja eine Alternative für dich.
Ich wünsche dir viel Glück bei der weiteren Haarzucht. :-)
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